Warum ich einen neuen Stil gewagt habe

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Bankerin, Gärtnerin, Familienmanagerin, Yogalehrerin – obwohl so viele faszinierende Seiten in uns stecken, kommt im Alltag doch meist nur eine davon ans Tageslicht. Eine, die sich stylistisch bei mir so beschrieben lässt: Sportlich, praktisch, leger. Stilveränderung wagen war also mal angesagt!

Früher war ich der sportlich-legere Mode-Typ mit Jeans, Sneakern und T-Shirt. Dieser legere Look schlummert immer noch in mir und hat sich gerade im Amrum-Urlaub aufs Schönste ausgetobt –

Heute verrate ich euch, warum ich dem „sportlichen Typ“ in mir weitestgehend Adé gesagt habe, mich der heutige, neue Look im Blog aber leicht nervös macht.

Außerdem erfahrt ihr, warum es sich lohnt, mit einem ganz einfachen Trick, den eigenen Stil ab und an zu verändern.

 

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Denn es macht tatsächlich irre Spaß, gelegentlich aus der Komfortzone des Alltags auszusteigen und eine Typveränderung zu wagen, um eine andere faszinierende Facette der eigenen Persönlichkeit mal scheinen zu lassen!

Wenn jetzt eine einwendet, dass sie doch nicht radikal ihre Garderobe über den Haufen schmeißen könne, dann dürft ihr euch dazu mein virtuelles Kopfnicken vorstellen. Natürlich ist kein radikaler Ausverkauf mit meinem Beitrag gemeint. Ich möchte alle, die eine neue Richtung wagen wollen, lediglich inspirieren.

Stilveränderung wagen: Eine neue Seite von mir zeigen

Ich habe mich vor Jahren gefragt: Trage ich Sportliches, weil es wirklich der richtige Stil für mich ist? Oder doch nur aus Unsicherheit gegenüber anderen Kleidungsstilen? Und wie finde ich das am besten heraus?

Beim Kleidungsstil ist es doch so wie beim Sport, von dem mich mein Schweinehund mit 1000 Einwänden abhält und stattdessen auf dem Sofa lümmeln lässt. Um eine Veränderung zu verhindern, probiere ich nicht etwas aus, sondern argumentiere sorgfältig mit dem Hinweis: „Das steht mir nicht.“ Gerne gefolgt von – „das bin ich nicht.“

Denn Veränderungen sind ein Aufbruch ins Unbekannte, also erstmal mit einem Risiko behaftet und ganz viel Unwohlsein.

 

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Und obwohl ich durch mein Leben im Ausland eine der ultimativen Veränderungen in jungen Jahren gewagt habe, mit knapp 35 Jahren auch einen beruflichen Neuanfang riskiert habe, verpufft meine Risikobereitschaft beim Kleidungsstil schneller als ich gucken kann. Oftmals erscheint sie mir nur als Fata Morgana.

Das größte Hindernis um eine Stilveränderung zu wagen? „Das bin ich nicht“

Fällt dieser Satz, muss ich nichts mehr ausprobieren. Das ist so wie bei Tisch. „Das mag ich nicht“, habe ich als Kind genörgelt. Diese Seite habe ich mir inzwischen mutig angewöhnt und wage lieber neue kulinarische Entdeckungen.

Geholfen hat mir das Spielen am Theater sowie für Film und TV. Denn da musste ich oft Klamotten tragen für Rollen, das glaubt ihr nicht. Aber wenn du mit der Kostümbildnerin das Diskutieren anfängst, dann hast du die letzte Rolle gespielt. Ein kreatives Mitspracherecht mag im besten Fall Jennifer Aniston bekommen. Oft habe ich andere Mitspielerinnen beobachtet, die es nicht ausgehalten haben, auch nur einen Schritt ihres Ichs loszulassen und im besten Sinne des Wortes in eine andere Haut zu schlüpfen.

 

Gelangweilt, weil ich zu bequem geworden war

Also nicht mal die sexy Braut oder die attraktive Blondine wie im wahren Leben zu sein. Ich habe es so unglaublich genossen, mal das Dummchen in hässlichen Klamotten zu spielen. Das könnt ihr euch nicht vorstellen. Und warum ich daher am liebsten die Minna gespielt habe, habe ich euch mal in einem eigenen Blogpost verraten 🙂

Während meines Schauspielunterrichts lernte ich bei einem „Kostüm-Workshop“ wie verschiedener Kleidungsstil sich auf mein Inneres auswirkt.

Klar, dass ich nicht mehr Lust auf sportlich und leger hatte, oder? So sportlich, so öde. Immer der gleiche Trott, immer nur derselbe Stil. Ich war gelangweilt, weil ich zu bequem geworden war.

Ich hatte aber auch das Gefühl, mich selbst und andere Seiten in mir damit vernachlässigt zu haben: die Unternehmungslustige, die ……(setze deinen eigenen Begriff gerne für dich hier ein!)

 

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Wie ich mich kleide, so fühle ich mich

Wenn ich Jeans trage, lümmele ich auf dem Sofa und kann mit meinem Hund auf der Wiese herumtollen. Das ist auch gut so. Aber ich bin halt auch neugierig auf die Welt. Und irgendwann hatte ich vom Lümmeln genug. Lümmeln fühlt sich so schlaff und energielos an.

Ich wollte mal wieder das Gefühl haben, aufrecht durch die Straßen zu schreiten. Nicht in der Masse zu verschwinden.

Wie mit dem heutigen Look etwa, der einfach mal etwas Experimentelles ist. Was gibt es Minimalistischeres als ein schwarzes, gerade geschnittenes Leinenkleid für den Sommer bitte?

 

So habe ich meinen Mode-Typ allmählich verändert

Leger trage ich das in der Regel mit meinen weißen Birkenstock-Sandalen. (Keine Werbung, sondern nur die Marke erwähnt, damit ihr euch vorstellen könnt, wie die Sandalen aussehen!)

Das Kleid wollte ich aufpeppen mit diesen blattgleichen grünen Ohrringen, die ich kürzlich entdeckt habe.

 

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Manchmal entstehen die schönsten Stil-Ideen durch Improvisation und Zufall.

Habt ihr noch irgendwo ein paar modische Accessoires herumliegen? Probiert die doch mal zu einem schlichten Kleidungsstück aus! Nehmt ein Tuch oder tragt mal wieder ausgefallene Ohrringe.

Beim Shooting hatte ich wegen der Wärme das Haarband aufgesetzt und wollte es auf keinen Fall abnehmen. Allerdings sollten die Ohrringe mit aufs Bild.

(Ein Wort noch zu den Ohrringen: Große Ohrringe trug ich in den 80ern. Einen davon habe ich sogar noch in meinem Schmuckkästchen. Der Rest ist irgendwo verschollen. Doch große Ohrringe tragen?

Ich bin froh, bei diesem schönen Paar über meinen Schatten gesprungen zu sein. Und habe jetzt wieder total Lust auf richtigen Ohrschmuck. :))

 

Was mich zum Punkt von oben bringt „Das bin ich nicht.“

 

Diese leicht exotische Note ist nun nicht mein Alltagsgesicht. Mit dem heutigen Look aus Künstlerin Frieda Kahlo, Greenwich Village und Montmarte habe ich auch für meine modemutigen Verhältnisse viel gewagt. Etwas, was ich normalerweise sonst nur im Theater wage.

 

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Stilveränderung wagen: Neu, ungewohnt, aufregend

Aber ich dachte mir, mach einfach mal. Und was soll ich euch sagen? Es hat verdammt viel Spaß gemacht? Ich habe mich toll gefühlt, weil ich mich überwunden hatte.

 

Ein neuer Look, ein Experiment, ein Aufbruch

Ein neuer Look, ein Experiment kann vieles sein. Er kann wirklich einen Neuanfang einläuten. Oder manchmal einfach nur eine frische Brise in den Alltag pusten.

Ich habe herausgefunden, dass ich den sportlichen Stil oft benutzt habe, um mich zu verstecken. An manchen Tagen will ich das auch immer noch: Mich verstecken. Meine Ruhe haben.

Aber wenn ich mal wieder vor dem Schrank stehe und seufze, ich hätte nichts anzuziehen, dann weiß ich: Es ist mal wieder Zeit, einen Stilveränderung zu wagen!

Das lohnt sich. Wer jetzt Lust auf noch mehr Stilveränderung hat: Zusammen mit anderen Bloggern Ü40 und Ü50 haben ich schon 2014 wertvolle Tipps zur einfachen Stilveränderung Schritt-für-Schritt verfasst:

Wie finde ich meinen Stil, im Blogger-Projekt zum Sommerstil

 

Wie oft habt ihr schon euren Stil verändert? Wie würdet ihr ihn beschreiben? Meerblaue Grüße

 

-Sabina

 

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  1. Mit gefällt diese Kahlo Variante von Dir sehr! Und ja, mal eine andere Seite zeigen, ausprobieren – das ist und tut gut! Da hast Du mir aus dem Herzen gesprochen. aber ich denke, das ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, viele fühlen sich in ihrer „Uniform“ auch einfach wohl, das gehört zu ihnen, und sie brauchen nicht so viel Abwechslung?
    Ein Manko ist, wenn man verschiedene Stile mag und ausprobieren will, benötigt man doch etwas mehr Kleidung im Kleiderschrank. 😮

    1. Du rennst da offene Türen bei mir ein. Du sprichst ja mit einer, die jedes Jahr seit Jahren an den gleichen Orten urlaubt 🙂 Natürlich lese ich keine Blogs oder so, um neue Ziele zu finden. Ich weiß, was auf meiner Bucket List steht. Das passt zu meinem Leben, dass ansonsten sehr hektisch und abwechslungsreich ist. Irgendwann brauche ich auch Routine. Das passt zum ersten Teil meines Lebens, den ich fernab von Deutschland und mit ständiger Veränderung verbracht habe. Alles hat seine Zeit.
      Neue Sachen brauche ich mir nicht unbedingt zu kaufen, wenn ich mal ein paar alte Ohrringe rauskrame oder Tücher und Gürtel, die ich schon lange nicht getragen habe.
      Manche brauchen eine Stilveränderung Jetzt, wie sie mir als Reaktion auf den Artikel auf Instagram geschrieben haben. Die haben sich über meine Anregungen total gefreut. Für diese Leserinnen habe ich den Text geschrieben. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und danke fürs Vorbeischauen. Das freut mich immer sehr, deine Kommentare und Gedanken zu lesen.

      Liebe Grüße von Sabina

  2. I love to step out of my comfort zone! It is fun to be creative with clothing and accessories isn’t it! Too create a coffeehouse style, a different you! That’s what clothes do, they make you you, every single day.

  3. Ich finde es gut, wenn man mal aus der Komfortzone ausbricht und andere Dinge probiert. Leger und sportlich geht natürlich immer. Manchmal verändert sich der eigene Stil schleichend. Im Prinzip geht es mir ähnlich. Meine Basics sind die sichere Bank. Aber es darf gern etwas ausgefallen sein oder auch einmal ein Stilbruch.

    Steht Dir sehr gut.

    Liebe Grüße Sabine

  4. Ich finde den Vergleich zum Sport sehr passend! Seh mich direkt darin wieder. Die Ohrringe sehen sind ein besonderer Eyecatcher. Habe irgendwo zuhause noch ein Armband in diesem Stil irgendwo in der Schatulle liegen. Vielleicht wird es mal wieder Zeit, es auszupacken

  5. Hallo Sabina.
    das erste Outfit hat mich gleich an Frida Kahlo erinnert. Ich nehme an, wegen des Haarbandes und der Ohrringe. Steht dir gut!
    Zu deiner Frage wegen Satin: Ich habe noch gar nicht so richtig einen Satintrend bemerkt. So als Einzelstück wie z.B dein grünes Top mag ich es. Aber meine liebsten Materialen sind doch eher Baumwolle oder Leinen (auch wenn es knittert).
    Birkenstocks, ich musste so lachen wegen des Trends. Ich trage die bestimmt schon über 30 Jahre, damals wirklich als Ökotreter betitelt. Ich habe noch welche aus der Anfangszeit ^^. Und letztens bin ich an einem „In-Geschäft“ vorbei und die hatten doch tatsächlich jede Menge Treter davon im Schaufenster. Auf arte kam letzte Woche ein Bericht über die Birkenstocks, fand ich sehr interessant.
    So, jetzt zur Frage:
    Ich bleibe meinem Stil treu. Ich kombiniere mit was modischem ab und an, weil es mir Spaß macht. Aber auch wenn ich neue Teile kaufe in anderer Optik, ich greife immer wieder zu Jeans, T und flachen Schuhen. Lange Jahre waren übrigens Creolen bei mir verpönt, weil ich ein recht schmales Gesicht habe. Irgendwann hab ich es doch probiert und jetzt mag ich sie total gern.
    Liebe Grüße
    Claudia

    1. Liebe Claudia, wunderbar, dass das bei dir auch so ist. Meine erste Birkenstocks habe ich noch an der Uni gekauft. Und bestimmt 300 Jahre getragen. Als die weg mussten, brach es mir echt das Herz *lach* Trage gerade übrigens wieder dein schönes Armband!Dieser keline Stein ist so schön. Viel Freude noch mit deinen Kreolen, Schlappen und Jeans mit t…Happy weekend wünscht dir Sabina