only in New York: Taxis, Shopping und der verrückte Rest

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Stellt dir vor: In New York City ist Fashion Week und die Stadt ist noch irrer, voller, durchgedrehter als sonst. Warum? Only in New York, Baby 😉

Ab morgen, zum Start der Fashion Week, laufen an ganz gewissen Stellen in der Stadt nun nicht nur dünne Redakteurinnen in Schwarz herum, stehen uber-stylische Modebloggerinnen auf den Pflastersteinen herum, während ein – meist männlicher Fotograf sich rückwärts auf den Asphalt wirft, um „the best shot“ rauszuholen.

 

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Nein, wenn Fashion Week ist in New York, also morgen, dann summen im Dunkeln der Nacht die Limousinen im Meatpacking District heran, Frauen mit unglaublich langen Beinen und unglaublich kurzen Kleidern staksen heraus und in eine coole Bar hinein. In den anderthalb Sekunden, die das meist dauert, erleuchten die Blitze der Fotografen die Nacht. Das ist aber schon alles, was Normalsterbliche von der Fashion Week mitbekommen.

Denn für mehr ist New York, oder Manhattan, einfach zu groß. Ich sage jetzt nicht, dass ich dieses Jahr drei (D!R!E!I!) Einladungen zu Shows von Nachwuchsdesignern hätte. Buhu….ein paar Tage musste ich darüber ins Kissen weinen. Aber dann hopste der Frechste aller Hunde aufs Sofa und ich war wieder mit mir im Reinen.

 

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Soviel habe ich schon über New York getippt, so viele Reisen verarbeitet auf diese Art, dass ich mich einfach mal zu einer Art Jubiläumspost entschieden habe. Dafür hattet ihr auf Instagram die Gelegenheit mir Fragen zu New York zu stellen: Taxis, Stadtviertel und natürlich —-Shopping!!! waren eure Lieblingsthemen.

Los gehts!

 

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Only in New York: Unbegrenztes Shopping?

Unbegrenztes Shopping oder „Shop til you drop“, das ist ein Mythos, der lebt. Tatsächlich könnte frau den ganzen Tag shoppen. Um kurz in der Nacht zu verschnaufen, um am nächsten Tag wieder auf die Pirsch zu gehen. Einfach wegen der unglaublichen Vielfalt! Von Designertrends in den Kaufhäusern an der 5th Avenue wie Nordstrom’s, Bergdorf Goodman und Saks 5th Avenue etc. über internationale Modeketten wie Zara, Mango, Uniqlo, Banana Republic, J.Crew. usw am Rockefeller Center (nur beispielsweise) über die Luxuslabels zwischen Prince und Spring Street im Stadtteil Soho (South of Houston Street) downtown. (Hinter dem Link findet ihr die Shopping Routine, die ich mir nach zehn Jahren New York City angewöhnt habe. )

Puh, jetzt geht mir glatt die Puste auf beim Aufzählen, aber Details findet ihr in den früheren Posts, die ich verlinkt habe. Und damit habe ich noch nicht die kleinen unabhängigen Einzelhändler erwähnt.

 

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Unzählige Shopping-Tipps findet ihr im Blog – hier eine kleine Auswahl. Ansonsten einfach in der Suchfunktion „Shopping“ „New York“ eingeben.

 

Toll ist, dass zur Fashion Week natürlich auch immer die, inzwischen auch bei uns bekannte, „Fashion Night Out“ mit vielen Vergünstigungen stattfindet. So stieß ich beim abendlichen Herumbummeln einmal auf „Anthropologie“ im Stadtteil „Chelsea“ und musste das schwarz-weiß-gestreifte Top haben.

 

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Umherstreifen in New York und die Sache mit den sterbenden Taxis

Ja, die weltberühmten Taxis sind in Not geraten. Und Schuld hat natürlich dieses böse, neumodische Uber-Krams. So schuldig sind jene, dass die Stadt New York jetzt zum Äußersten gegriffen hat und ein Jahr lang keine Lizenzen mehr vergibt. Das ist vielleicht kein so super-duper-guter Zeitpunkt, weil eine wichtige U-Bahn-Verbindung zwischen Manhattan und Brooklyn demnächst gesperrt wird, um Schäden nach dem Hurricane „Sandy“ von 2015 zu beheben.

 

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Dazu müsst ihr wissen, dass die U-Bahn von New York einen zum Wahnsinn treibt und dennoch das Praktischste aller Verkehrsmittel ist. Wenn ihr nicht gerade mit dem „Towncar“ eurer Firma unterwegs seid. Ihr erinnert euch an Annie im Film „The Devil Wears Prada“? So ungefähr läuft das. Die Towncars stehen dann vor den Bürogebäuden in Midtown herum (etwa auf Höhe von Grand Central Station) mit Fahrern, die sich langweilen und meistens einen Migrationshintergrund haben. (Nee, nicht icke.)

 

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Regnet oft in NYC. Moi wenig happy und mit Jetlag in Soho. Gleich nach dem Fotos ging es in ein nahegelegenen Starbucks., wo sonntags all die einsamen Singles ihr Iphone aufladen (amerikanisches Produkt) und Serien verschlingen.

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Der Bus ist mein liebstes Transportmittel, weil ich damit meine eigene Stadtrundfahrt veranstalte. Ich fahre einfach soweit der Bus mich trägt, tue meinen schmerzenden Füßen etwas Gutes, gucke raus oder versuche nicht allzu sehr die Passagiere anzustarren, die unterwegs so einsteigen. Da bekommt man einen tollen Eindruck von den New Yorkern und den unterschiedlichen Stadtvierteln. Dass die Busse up- und downton fahren, aber nicht um die Ecke biegen habe ich schon mal erklärt. Wer um die Ecke will, steigt in einen Bus mit der Aufschrift „Cross town“ um 🙂 Alles klar;-) Mieser, fieser Stadtplan, dieser Post ist nicht umsonst entstanden, glaubt mir.

 

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Die Sache mit den Taxis

Einmal Taxi zu fahren ist das ultimative New York-Gefühl. Wenn du dich dann an den Straßenrand stellst, das erste Mal die Hand hebst, und tatsächlich einer hält, dann ist das der Punkt auf der Liste „5 Millionen Dinge, die ich noch getan haben will, bevor ich sterbe,“, den du abhaken kannst.

Du steigst ein, die Glasscheibe ist inzwischen aus Sicherheitsgründen komplett geschlossen. Fast so wie wenn du in einer Station eine Fahrkarte kaufst, dann sitzen die Verkäufer auch hinter Sicherheitsglas. Also, wer in ein Taxi steigt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er sein Schicksal nun in die Hände des lieben Gotts gelegt hat. Weil die Fahrer nun mal so fahren wie alle in New York fahren: aggressiv und irre. Only in New York, Baby!

 

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Die Energie oder der Flow

Wie ich jetzt von aggressiv und irre auf die Energie der Stadt komme, weiß ich auch nicht 😉 Aber tatsächlich war ich nach meinem allerersten Besuch etwa 2006 so hyper, dass ich wie wild kreativ werden musste, um die Energie loszuwerden. Kein Witz. Die Energie der Stadt ist kein Mythos. Es hängt sicherlich mit allen zusammen, mit der Magie, die New York verströmt. Dem Wissen, dass es sich um eine ganz besondere Stadt handelt.

Und der Enge. Manhattan ist so eng und die Hochhäuser drücken auf die Menschen herab. Überall sind Leute. Und diese sind auch noch unglaublich begabt und talentiert. Ich meine, die Können alle etwas. Nur das reicht nicht. Denn es sind noch Mitmenschen in der Stadt, die auch alles etwas Können und nach oben wollen. Konkurrenz schafft Energie.

 

Wenn du laut bist, muss ich noch lauter sein. Das fiel mir eines Abends auf, als ich irgendwo in Manhattan unterwegs war. Ein Mann hatte seinen Ghettoblaster geschultert  und auf voller Lautstärke. Damit ragte er heraus. Also wird ein anderer seine Musik noch lauter drehen. Das ist irre und setzt doch so viel Kraft frei. Deshalb hassen und lieben New Yorker ja auch ihre Stadt – Lily Brett, eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen redet immer wieder über ihre Haßliebe zu ihrem Wohnort.

 

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Doch New York verändert sich und wird „europäischer“ wie ich es nenne. Ruhezonen, herrliche kleine Wasserparks fürs Lunch. Das ist vielleicht einerseits mehr Lebensqualität, aber damit geht auch ein wenig das alte New York flöten.

 

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Das alte New York

Das alte New York ist etwa Downtown zu entdecken. Oder versteckt sich am Strand von Coney Island, dem Strand der Arbeiterschicht, während die Reichen in die Hamptons verduften. Oder gleich wie die Kennedys nach Martha’s Vineyard hoch oben in Massachussetts. Der Strand von Coney Island liegt in Brooklyn. Direkt daneben findet sich Brighton Beach, eine ukrainisch-russische Enklave. Dort habe ich meinen 40. Geburtstag gefeiert. Hier ist New York noch ganz normal. Keine Touristen. (Ich habe mich nicht geoutet;-))

 

 

Das alte und neue New York findet sich in Harlem, wo Bill Clinton immer noch sein Büro hat. Die 125. Straße ist quasi DIE wichtigste Straße dieses afro-amerikanischsten und legendenreichen  Stadtteil.

 

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Das erfolgreichste Musical am Broadway ist „Hamilton“, das gerade in London für die Stiftung von Prince Harry in Anwesenheit der Duchess of Sussex eine Benefizaufführung gab. Alexander Hamilton war New Yorker, aber auch der erste Finanzminister der Vereinigten Staaten und sein unglaubliches Schicksal vom Waisenjungen zum Aufsteiger gibt natürlich eine super Geschichte her. Ihr kennt ihn nicht? Doch. Sein nicht ganz unattraktives Konterfei ziert den Zehn-Dollar-Schein.

Gelebt hat er in Harlem. Sein hübsches viktorianisches Haus in einer ruhigen, authentischen Wohngegend kann besichtigt werden. Drama war angesichts seines aufbrausenden Temperaments sein Lebenselexir, kostete ihn aber auch selbiges, denn der Vizepräsident knallte Hamilton in einem Duell ab.

 

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Wer sich in Bus setzt und westlich des Central Parks bis weit hoch auf die 160. Straße rumpelt, der kommt nach Spanish Harlem. Ihr ahnt, warum? Ja, Spanisch ist hier Pflicht.

 

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Sodele, damit sind wir am Ende des heutigen Posts. Weil alles einfach mal ein Ende haben muss. Manche sprechen davon, dass ja jetzt Stadtviertel A oder B angesagt, dagegen C aber out sei. Das ist aber nicht meine Art eine Stadt zu erleben. Nur die Hipster-Viertel abzuklappern.

Heute habe ich keine Zeit mehr von der Malerkolonie Brooklnys zu berichten, die an einem heißen Sonntag im September ihre Privathäuser öffnete. Es gab Limonade und Kekse und Kunstwerke.

 

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An die legendäre Park Slope grenzt der Prospekt Park. Um einiges wilder in seiner Natur als der gezähmte Central Park, gibt er einen Eindruck von der Flora und Fauna Nordamerikas. An einem Eingang liegt ein kleines Cafe. Es ist nach einem Roman von Ernest Hemingway benannt.

Heute kann ich euch nichts von Queens erzählen und einem mitten in einem Wohnviertel verborgenen Museum voller asiatischer Kunst. Nicht mehr berichten kann ich auch von meinem Ausflug an den Strand von Rockaway, dass der Hurricane fast komplett verwüstete. Um 11 Uhr morgens lümmelte ich mutterseelen allein dort im Sand. Die Bahn dorthin führt über Schienen, die über einen Sumpf gelegt wurden. Von dort ist die Skyline von Manhattan und sein Trubel inklusive Fashion Week sehr weit weg.

 

Was fasziniert euch an New York? Wenn ihr schon dort wart, dann schreibt mir eure Lieblingsecken doch in den Kommentar! Meerblaue Grüße

 

Sabina

 

Link-up: Fancy Friday, Tinas Pink Friday, I willwearwhatIlike,

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  1. Hallo Sabina,
    was für ein toller Reisebericht. Da bekomme ich direkt LUst, mich in den nächsten Flieger zu setzen, zuerst noch ein paar Tage in den Hamptons zu verbringen und dann eine ausführliche Shopping-Tour zu machen. (Jaja, träum weiter, Claudia).
    Sogar Tiffany’s ist dabei und das schöne Flatiron-BUILDING. Und und und. Ich war aber noch nie dort. Kommt vielleicht noch.
    Sei nicht zu deprimiert wegen der verpassten Fashion Week- Einladungen. Schnapp dir Kelly, zieh ihm ein Hundemäntelchen an, passend zu deinem Outfit und dann macht ihr euren eigenen Fashion walk. 😉
    Viele Grüße,
    Claudia

    1. Das ist ja süß von dir. Danke liebe Claudia für die freundliche Aufmunterung, bei der ich gleich lächeln musste. Kelly hat zwar ein Hundemäntelchen, aber das mag sie so gar nicht. Sie ist auch nicht so der Shopping-Hund *seufz* :))) Es freut mich wirklich ganz doll, dass dir mein Bericht gefallen hat! Ich schreibe so gerne über das Reise, vor allem über die USA und freue mich immer, wenn es jemand hören oder lesen mag *lach*
      Hab ein schönes Wochenende und LG Sabina

    1. Liebe Nicole, vielen Dank. New Orleans stelle ich mir auch unglaublich vor! Was fandest du denn crazy? Schönes Wochenende und danke für deine Zeit. LG Sabina

    1. Deine Offenheit ist wirklich toll liebe Tina. Und in deinen Kommentare lese ich viel Begeisterungsfähigkeit heraus….freut mich, dass es dir gefallen hat. Sei lieb gegrüßt und hab ein schönes Wochenende. Sabina

    1. Das hat Udo Jürgens ja so schön trefflich beschrieben. Du warst zwar noch nie da, hast aber das treffenste Wort gefunden liebe Sabine: Gigantisch. Stimmt. Hab ein schönes Wochenende und LG Sabina