Sommerweiss und Networking unter Frauen

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Networking hat mich seit meinem Eintritt ins Berufsleben schon fasziniert. Nicht, dass ich besonders gut darin bin. Das ist jetzt kein Fishing for Compliments, sondern aus meiner Sicht eine Tatsache. Networking unter Frauen – das ist so eine Wissenschaft für sich, oder?

Ich kapierte lange nicht den Sinn, sondern dachte immer, es reicht gut zu sein. Ich denke nicht, dass es nur mir so geht. Und ich denke auch nicht, dass diese Sichtweise eine speziell weibliche ist.

Doch als Berufsanfängerin begriff ich dann schnell mein Defizit und fing an, dazuzulernen.

Der Wert von Beziehungen für das eigene Fortkommen war mir halt nicht vermittelt worden. Ich habe mich auch schon früh für feministische Themen interessiert und wollte immer gerne mit anderen Frauen zusammenarbeiten. Meine Erfahrungen mit Networking unter Frauen? Gemischt.

 

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Können weibliche Netzwerke funktionieren?

Letzten Sonntag las ich in einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass weibliche Netzwerke oft drohen, in Kaffeekränzchen auszuarten.

Da wird dann über den Nachwuchs getratscht, statt über das berufliche Fortkommen so wie Männer es handhaben. Nun finde ich nicht, dass ich alles nachahmen muss, was die Herren der Schöpfung tun, sondern auch gerne die Dinge auf meine Art anpacke.

 

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Allerdings bin ich auch nicht mehr der Meinung, dass ich per se nur mit Frauen Netzwerken muss, um beruflich voranzukommen. Allein den Anspruch aber auszusprechen, scheint für manche Geschlechtsgenossinnen schon frevelhaft.

„Frauen mögen es gerne schön gleich. Will eine nach oben klettern, bemühen sich die anderen nach Kräften, sie daran zu hindern.“ Dieses wenig schmeichelhafte Urteil fällte mal eine Buchautorin, die das Bild von einem „Krabbenkorb“ bemühte.

Ich begegne in meiner Arbeit immer mal wieder Geschlechtsgenossinnen, die aufblühen, sobald ein männlicher Kollege um die Ecke biegt. Ich habe eine ältere Hundehalterin, die immer nur nett ist, sobald mein Mann dabei ist. Schade ist das.

 

Erwartungen aussprechen

Sich gegenseitig zu fördern, zusammenzuarbeiten, finde ich spannend. Wenn dann nur nicht die dumme Sache mit dem Geben und Nehmen wäre. Das hat mich viel Lehrgeld gekostet.

Mittlerweile versuche ich freundlich und klar meine Erwartungen an die Andere zu kommunizieren  – die kann dann annehmen oder ablehen. Das steht ihr frei. Genauso wie mir. Wir beide können einander dann auch doof finden.

 

Networking unter Frauen: Negatives Beispiel, Gutes Beispiel

Das finde ich dann nicht leicht. Aber alles ist besser als mich beispielsweise im Nachhinein zu fragen, warum die Kooperationspartnerin weder etwas über meinen Beitrag, den ich über ihr Produkt geschrieben habe, auf Instagram oder Facebook geteilt hat. (Um mal ein anschauliches Beispiel zu nennen.)

Aber ich komme halt auch immer wieder darauf zurück, dass es für jedes negative Beispiel immer mehr Positive gibt.

 

 

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Und es gibt bestimmt eine Menge toller und zielstrebiger Frauen, die sind Netzwerkerinnen vor dem Herrn. Deren Begabung habe ich nicht mitbekommen. Hinzukommt, dass ich schüchtern bin.

Ich gehe auf Menschen zu. Aber natürlich hemmt mich der alte Glaubenssatz, dass ich meine eigenen Interessen nicht aktiv vertreten darf, so dass Kontakte mich viel Überwindung kosten. Aber im Rahmen meiner Mögichkeiten kümmere ich mich um meine Beziehungen.

 

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Diese Beziehugen schließen Männer ganz bewusst sein. Warum? Weil Männer schließlich an den Schaltstellen sitzen oder etwas Spannendes beizutragen haben.

Als ich an der VHS Frankfurt vor ein paar Monaten als Speakerin sprach mit zwei weiteren Kollegen, war nur der Mann zugänglich. Auf Twitter hat er mich auch gleich für eine Blogparade in Frankfurt weiterempfohlen.

Ohne Mann geht’s nicht voran?

Jedenfalls geht es ohne Mann wohl kaum voran.

Womit wir zur der von mir verehrten Modedesignerin kommen, die mich zum heutigen Outfit mit Culotte und Streifenbluse inspiriert hat: Coco Chanel, die klar den klassischen Weg nach oben wählte, indem sie sich einflussreichen Männern anschloss.

Eng war sie aber wohl mit ihrer Schwester und ihrer Tante Adrienne. Mehr dazu in „Die wahre Legende der Coco Chanel.“

 

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Heute verfolge ich gespannt, wenn Hollywood Starts wie Nicole Kidmann und Reese Witherspoon gemeinsam Filme produzieren oder vor der Kamera stehen, ohne dass alles im ewigen Konkurrenzkampf versinkt.

Versteht mich richtig: Konkurrenz belebt das Geschäft. Und immer Liebe braucht nicht zu sein. Obwohl es mir schwerfällt, wenn es nicht harmonisch und herzlich zugeht. So bin ich einfach drauf.

Aber wenn ich das Gefühl von gegenseitigem Respekt, Fairness und Achtung habe, bin ich schon zufrieden. Doch erwarte ich fast Unmögliches von weiblichen Netzwerken?

 

Networking unter Frauen: Ausgewählte Kontakte pflegen

Als Bloggerin habe ich mit den Jahren einen kleinen, ausgewählten Kreis an Frauen kennenlernen dürfen, mit denen sich gut kooperieren lässt.

Mit Cla von Glamupyourlifestyle arbeite ich seit letztem Jahr sehr gut zusammen. Wir verstehen uns und shooten nicht nur regelmäßig unsere Looks, sondern informieren uns auch über Projekte und Kooperationen. So hat Claudia mich etwa Fitbit weiterempfohlen, und ich hatte sie zum Event von MARCELLVONBERLIN mitgenommen.

 

Gegenseitigkeit

Kurz und gut: Mein Netzwerk ist kooperativ, nicht nur am eigenen Fortkommen interessiert, sondern an einer Zusammenarbeit, die auf Gegenseitigkeit beruht. Über den Nachwuchs plaudern wir kaum. Wie auch, wenn eine Frau eine erwachsene Tochter hat und andere keine eigenen Kinder.

Netzwerken unter Frauen artet immer zum Kaffeekränzchen aus? Mitnichten. Und ich bin immer für neue, gute Erfahrungen offen.

 

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Ein Sommer in Deauville

Jetzt noch ein Wort zum heutigen Look:. Deauville ist ja der elegante Badeort der 20er Jahre in einem kleinen 3000-Seelen-Nest in der Normandie.

Es ist auch heute noch ein bekanntes Seebad mit einem bedeutenden Yachthafen. Dort lernte Coco Chanel ihren Liebhaber Boy Chapell kennen. Dort eröffnete Gabriele Chanel ihr erstes Modegschäft. Dort verkaufte sie ihre breitkrempigen Strohhüte. Dort traf sich die künstlerische Bohème, die Rang und Namen hatte.

Das Haus Chanel hat ja sogar eine seiner Taschen nach dem Ort benannt und platzierte seine letzte Kollektion elegant-lässig an den Strand.

 

 

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Die Normadie ist ein wunderschöner Ort, die ich mal zusammen mit einem Kurs als Studentin besuchte. Die raue Küste gepaart mit dem französischen Charme der Häuser gefällt mir sehr. Doch das Outfit fotografierte ich im vergangenen Jahr natürlich an der niederländischen Nordsee.

 

Sommerweiss und Hellblau

Es war heiß an der See. Ich wollte etwas anziehen, was Frische, Kühle und lässige Eleganz versprühte: Die Culotte, das Streifenhemd und der Strohhut – für mich das ultimative Sommeraccessoire.

 

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Nächste Woche um die Zeit hocke ich hoffentlich schon auf gepackten Koffern, weil dann endlich der Sommerurlaub startet. Wohin mich der Weg führt? Ans Meer natürlich.

Im Blog wird es natürlich weiter gehen, denn ich habe noch ganz tolle Looks als Inspiration und super schöne Bilder für euch. Muss aber auch mal gucken, wie ich zeitlich vorankomme….Um keinen Post zu verpassen, könnt ihr euch auch einfach bequem zum Newsletter rechts unter meinem Profilbild per Email eintragen. Natürlich sind eure Daten bei mir gut aufgehoben und euch flattert immer eine Brise an abwechslungsreichen Blogposts ins Körbchen. 

Was bedeutet für euch Netzwerken? Und welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Meerblaue Grüße

 

-Sabina

 

 

 

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  1. I would love to networks irl, but events are to tiring for me. And I do t have any Dutch blogger Friends to go with! I love your look, the trousers are fantastic! Have a great time in Zeeland!

    1. You prefer not going on events by yourself? Just wondering and fact checking. I guess I understand why they make you feel tired 🙂 Dank je wel and so looking forward to be back soon. Have a fijn week Nancy. Sabina

  2. Klasse Thema, und super interessant! Ich bewundere schon immer Frauen, denen das so leicht fällt. Und das es dafür so tolle Veranstaltungen gibt. Im Berufsleben habe ich nur bedingt mit Netzwerken zu tun. Und fast vergessen, die Culotte sieht klass aus!

    1. Warum nicht liebe Petra, wenn ich fragen darf? Und freut mich, dass die Culotte dir gefällt. Ich mag sie auch sehr gern. LG Sabina

  3. Ein sehr hübscher Look am Meer liebe Sabina. Mich zieht es auch immer wieder dort hin.

    Ich finde es wichtig, dass sich Frauen gegenseitig unterstützen. Wenn Neid uns Missgunst aufkommt ziehe ich mich eher zurück. Mit Männern arbeite ich gern zusammen. Mit Frauen nur dann, wenn es harmonisch ist. In der Regel geht es etwas turbulenter zu. Das liegt aber anscheinend in der Natur der Frauen.

    Liebe Grüße Sabine

    1. Liebe Sabine, ich finde die Zusammenenarbeit mit Männern auch oft leichter. Vielleicht deswegen, weil ich in einem Männerhaushalt aufgewachsen bin. Vielleicht erwarten wir auch automatisch oft zuviel von der Zusammenarbeit mit Frauen? Hm…Liebe Grüße Sabina

  4. Netzwerken ist für introvertierte Menschen die Hölle, darum wird aus Dir auch nix. Das hat mal jemand so zu mir gesagt und in gewisser weise ist es auch sehr wahr. Ich tu mich generell nicht so einfach Gespräche zu beginnen oder mich auch in solchen dann positiv dazustellen.
    Über die Jahre hab ich gemerkt, dass es für mich in Frauenkreisen noch schwerer ist. Bei mir ist mit Männern reden sogar eher mal Kaffeekränzchen. Frauen wittern oft gleich fiese Konkurrenz. Darum hab ich mir angewöhnt einfach trotzdem jeden nach meinem besten Wissen und Gewissen zu unterstützen, wenigstens mein Karma netzwerkt also hervorragend 🙂
    Liebe Grüsse Ela

    1. Ja, es kostet immer unglaublich viel Überwindung. Aber introvertierte Menschen bringen andere Stärken mit. Und das mit dem Karma netzwerken ist eine super Beschreibung. Werde ich mir merken 🙂 Weiterhin gutes Karma wünscht dir Sabina

  5. Moin Sabina,
    ich bin mit deiner Sicht total bei Dir.An manchen Tagen fällt es mir echt schwer Netzwerktechnisch rüber zu kommen und an anderen nicht. Ich finde es sehr schön mit Frauen in Kontakt zu kommen die sich nicht nur Profilieren sondern auch die Zwischenmenschlichkeit nicht vermissen lassen.Kaffeeklatsch bedeutet dies für mich nicht sondern wirklicher Austausch von Interessanten Möglichkeiten und gemeinsame Interessen.Ich bin Mutter und Oma, aber ich habe noch nie zu den Frauen gehört welche dauernd über Ihren Nachwuchs reden müssen. Als Netzwerkerin bin ich wohl eher eine 4, da ich eher auf doof für andere werbe, aber nichts davon habe°grins°Und das Outfit ist natürlich Maximalmaritim. Lieber Gruß und einen schönen Abend

    1. Liebe Marion, das sehe ich genauso. Ich habe mich schon so oft mit meiner Julie in Antwerpen getroffen. Und wir haben halt gemerkt, dass wir uns sehr sympathisch sind und uns mögen. Dass wir dann gerne zusammenarbeiten, ist ganz natürlich. Sie hat mich schon um Feedback bei ihrer Schuhauswahl für den Einkauf gebeten. Ich habe mit ihr geschäftliche Situationen abends am Telefon besprochen. Networking klappt für mich am besten, wenn ich Lust auf den anderen habe. Wenn der mich nervt, ist Essig. Aber das ist geht vielleicht vielen ähnlich….Ich freue mich jedenfalls wie Bolle darauf, dich eines Tages in HH tatsächlich zu treffen und auf die Dinge, die da kommen. Liebe Grüße aus dem windigen und abgekühlten Frankfurt zu dir. Sabina

  6. Hey Sabina,
    ich bekomme es leider auch immer von anderen Abteilungen mit, wie Frauen untereinander versuchen sich zu profilieren, froh sind, wenn die andere versagt und diese Nettigkeit. Vergleiche ich das mit meinem Mann, so freut man sich zusammen wenn ein Projekt abgeschlossen ist, kein Wettkampf. Ich bin froh, dass zum Glück in meiner Abteilung, es harmonisch läuft, man untereinander neuen Netzwerken vorgestellt wird. Sollte vielmehr so sein.

    Deine Lesla

    1. So würde ich mir das auch wünschen und du kannst wirklich froh sein, dass du in so einer Abteilung gelandet bist liebe Lesla. Lieben Dank auch für deine Zeit und deine lesenswerten Beiträge. Schönen Tag wünscht dir Sabina