Mein geliebtes Kyoto: Tempel, Geishas, Gärten

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Kyoto. Das ist Japans ehemalige Kaiserstadt. Erhaben, würdevoll und einzigartig schön. Ist Yokohama westlich geprägt und Tokio wimmelig-schrill- progressiv, so schwebt über Kyoto selbst an einem normalen Wochentag eine Wolke der Stille und Erhabenheit. Daher ist die Stadt auf der japanischen Hauptinsel Honshū meine liebste.

 

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Kamo Fluss

 

Eine Stadt voller Tempel, einer schöner als der andere. Der bekannteste ist wohl der Gion Yasaka Schrein, den Scarlet Johanson im Film „Lost in Translation“ aufsucht.

 

5 Tage – 3 Tempel – Philosophenweg – Geishas und Naturpark

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Kyoto ist fromm und zugleich eine Stadt zum Vergnügen. Das bekannte Gion-Viertel beherbergt die Geishas, Gesellschaftsdamen. Und eine Stadt, die sich sehr gut zu Fuß erkunden lässt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

 

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Kyoto ist ein landschaftlicher Traum: Flach, aber umgeben von Bergen und durchzogen von Flüssen. Der Kamo Fluss trennt die Stadt östlich vom Gebirge. Die Bewohner verbringen gerne ihre Freizeit dort und nutzen die Ufer für Picknicks.

 

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Als wäre das nicht alles schon genug, findet sich im Westen von Kyoto ein wahres Naturspektakel, dass jede Besucherin sich nicht entgehen lassen sollte: das auch bei Einheimischen so beliebte Ausflugsziel Arashiyama.

 

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KYOTO ERKUNDUNGSTOUR UND SHOPPING

 

Wie ich euch in meinem Post zu Japan vor ein paar Wochen erzählt habe, wohnte ich in einem landestypischen Ryokan, einem B&B.

Kyoto ist mit rund 1,47 Millionen Einwohnern überraschend überschaubar. Gleich am ersten Abend fuhr ich noch mit der U-Bahn, die ich ja schon aus Yokohama zu benutzen wusste, in die Innenstadt.

Zum Shopping empfiehlt sich auf jeden Fall das Kaufhaus „Daimaru“, nicht, weil es alle weltweiten Marken anbietet. Sondern 1. wegen des exzellenten Verkaufsservice, 2. um sich einmal von einer Fahrstuhlführerin mit weißen Handschuhen transportieren zu lassen und um 3. im Erdgeschoss an einer Kasse zu stehen.

Die Einweiser weisen so erhaben die Kunden zu den jeweiligen Bezahlcountern als würden sie direkt im Kaiserpalast dienen.

Ich war ja fünf Tage allein unter Japanern. Beim Herumbummeln in der Stadt beachten: Radfahrer benutzen den Gehweg! Die Taxis sind drollig mit Gardinen am Rückfenster ausgekleidet.

 

Straße: „Shijo dori“,  Gion-Viertel östlich

 

GUT ZU WISSEN

Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden.
Higashoij und Shijo dori sind die zwei Hauptstraßen.

Anschauen: Geisha-Viertel, Philosophenweg und eine kleine Markthalle

Gegessen habe ich gerne in einem der unzähligen kleinen japanischen Restaurants, die es überall in der Innenstadt zu entdecken gibt.

 

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Higashoji dori

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Sightseeing: Philosophenweg, HEIAN SCHREIN, Genkakuji-Tempel

Kyoto ist voller Sehenswürdigkeiten. Du kannst dich nicht umdrehen, ohne schon vor dem nächsten Tempel, Schrein oder Garten zu stehen. Daher habe ich mich einfach treiben lassen. Die Tempel habe ich einmal nach Erreichbarkeit ausgesucht und dann danach, wie sie mir auf Bildern gefielen.

Mein Vermieter empfahl mir einen Abstecher zum Philosophenweg, der am östlichen Rand der Stadt entlangführt. Es ist ein schmaler Weg, der an einem Sonntagvormittag gut besucht ist.

Warum ist er so beliebt? Wegen der Kirschblüte. Der Spaziergang ist ein schöner Start, um ein Gefühl für die Natur und die Menschen zu bekommen.

 

Tempel: weniger ist mehr-

 

Idealerweise führt in weniger als 20 Minuten der Fußweg zu einzigen Sehenswürdigkeit, die ich als MUST-SEE bezeichnen würde: den Heian-Schrein.

Der Schrein wurde im 19. Jahrhundert errichtet, um den 1100. Jahrestag der Gründung der Stadt zu feiern. Jaaaaa, wir befinden uns in einer sehr alten Stadt. 🙂

 

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TEMPELTOUR UND SCHREINE

Steine, Gold und Gärten

Wie gesagt, Kyoto ist voller Tempel, über 1500. Die meisten gehören zum Weltkulturerbe. Sehr schön hat auch die Welt beschrieben, wie die sich auf eigene Faust erkunden lassen. Per Bus klappte das bei mir hervorragend.

Also bei der Planung sollte Qualität vor Quantität gehen, denn ich habe tatsächlich „nur drei“ Tempel geschafft.

Es ist ja nicht so als würde man wie in Europa eine Kirche besuchen: rein raus, Altar angucken, beeindruckt gucken, raus. Nee, in Japan umschlingt einen ein Garten, der nach Erkundung ganz lauf ruft.

 

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  1. Gesetzt war der steinerne Tempel Ryōan-ji Tempel, den ich euch schon im Vorgängerpost gezeigt habe. Den wollte ich unbedingt sehen.
  2. Genkakuji Tempel: Die Kunstwerke im Garten sind eine Sensation. Und wir sprechen hier von Gartenkunst.
  3. Heian-Schrein

 

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Ginkakuji Tempel

 

Ausflug in die Natur:  Arashiyama und noch ein Tempel

Tenruji

Zu einer ausgiebigen Städereise gehören Ausflüge: Einen Sonntag fuhr ich mit dem Bus westlich von Kyoto nach Arashiyama. Der Weg dorthin? Stau. Denn sonntags ist die Gegend sehr beliebt. Und ich glaube, ihr seht warum.

Bequeme Wanderwege führen durch die Berge und Hügel. Oder es lassen sich diese hübschen Boote mieten, in denen einen ein Bootsführer wie in Venedig durch den Strom gondelt.

Im Stadtviertel selbst sind ausreichend Restaurants und Cafés. Achtung: Steinharter Käsekuchen-Alarm!

 

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Tenruji: Jeder Tempel ist einzigartig. Hier lasse ich mal die Bilder für sich sprechen.

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GUT ZU WISSEN

SEHENSWÜRDIGKEITEN in Kyoto?

Tempel, Tempel und dann ein paar Gärten

Getting around: Ein guter Orientierungspunkt ist der Kaiserpalast.

ÖPNV: Am Hauptbahnhof umsteigen in Busse, kinderleicht.

 

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Zu einem perfekten Reise-Guide für Kyoto gehört natürlich last but not least das Gion-Viertel mit seinen berühmten Geishas.

Da ich tagsüber da war, abends in meinem Wohnviertel den nächsten Tag plante und erschossen auf den Futon sank, gab es keine Gelegenheit für einen nächtlichen Aufenthalt. 🙂

 

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Gion
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Gion Corner

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Aber ich finde, dass allein die Enge, das Geheimnisvolle und die Japaner in ihren traditionellen Kimonos schon einen Besuch Wert sind!

Hoffentlich habe ich euch diese einmalige Stadt ein wenig näher bringen können. War schon jemand mal dort? Meerblaue Grüße

 

Sabina

 

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    1. Ja, absolut. Wenn es nur nicht so weit weg wäre. Dann fliege ich halt im Zweifel doch lieber wieder nach SD. Verstehste ja sicherlich 🙂

  1. Japan ist schon ein faszinierendes Land und ich finde es immer interessant zu lesen, wie andere ein Land, ein Stadt empfunden haben – ich durfte Japan letzten Herbst erleben. Wir haben in Osaka gewohnt und Ausflüge in die umliegenden Städte gemacht, unter anderem auch nach Kyoto. Gleich beim Ankommen waren wir vom Bahnhof beeindruckt, ein total moderner Bau in dem historischen Umfeld. Wir haben Arashyjama mit dem Bamboo Grove mit seinem besonderen Flair und seiner Idylle besucht und haben beim Fushimi-Inari-Schrein durch die Tausende an Torii den Hügel bestiegen. Den Abschluss bildete ein 6-gängiges Menü in einem Tofu-Restaurant, faszinierend, wie viele unterschiedliche Zubereitungsarbeiten für den Tofu es gibt. Natürlich bekamen wir auch Tee in einer Schale, der direkt am Tisch zubereitet wurde. Es war schon durch deinen Bericht, nochmals zurückreisen zu dürfen.
    Hab ein wunderbares Wochenende und alles Liebe

  2. Ich war noch nie in Kyoto, generell noch nie in Asien. Ist aber auch ein aktuelles Thema, wegen dem asiatischen Neujahrsfest. Verbinde mit Kyoto aber auch die schönen Kirschblüte, gibt und Geishas. Eine ganz eigene Tradition für sich und so facettenreich.

  3. Deine Bilder sind stark! Ich war noch nie dort aber deine Beschreibung und die Bilder haben es für mich lebendig gemacht. Der Philosophen weg ist ja auch einmalig mit den wunderschönen Blumen. Hast du vor bald wieder dorthin zu fliegen?
    Liebe Grüße und beijinhos,
    Claudia

    1. Liebe Claudia, es freut mich, wenn du das Gefühl hast, das Land ein wenig besser kennengelernt zu haben. Das habe ich bezweckt. Ich würde sehr gerne sofort wieder hinfliegen. Aber wegen Kelly stehen Fernreisen erstmal hinten an. Wir verreisen nur noch mit dem Auto. Oder planen diesen Sommer die erste kurze Flugreise mit ihr. Sie kann ja mit in die Kabine. Schönen Tag und beijinhos. Sabina