Wie kann ich nachhaltig shoppen?

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Shop til you drop? Seit einiger Zeit stelle ich einen Überdruss fest: neuer Kleidung gegenüber, Trends interessieren mich weniger, ich brauche keinen Discountcode, um diese Tasche oder jenen Hoodie über Instagram zu kaufen. Stattdessen überlege ich, wie kann ich nachhaltig Kleidung shoppen?

Eine gewisse Unlust macht sich breit. Grundsätzlich macht mir Shoppen immer noch Spaß. Aber ich wünsche mir mehr Wertschätzung für das, was im Schrank hängt.

 

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Wie kann ich nachhaltig Kleidung shoppen?

Wenn ich ein Kleidungsstück oder eine Tasche herausgreife, dann soll mir das Herz aufgehen.

Diese Freude habe ich verloren. Die Dauerbeschallung mit neuen Outfits täglich auf Instagram trägt natürlich ihren Teil dazu bei.

Doch das Medium gehört nun einmal zu meinem Job als Influencerin Ü50, es zu meiden, ist keine Option.

Ich weiß aber auch, dass es vielen von euch ähnlich geht. Dass ihr euch fragt, wie kann ich nachhaltig Kleidung shoppen?

 

Meine Ideen, um nachhaltiger Kleidung zu shoppen

 

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I. VINTAGE SHOPPING BABY

Oder noch ganz anders gefragt: Wenn ich Lust auf neue Kleidung habe, welche andere Möglichkeit habe ich zum Neukauf?

Wie kann ich weniger kaufen und trotzdem an Mode Spaß haben?
VINTAGE SHOPPING, BABY: Mehr Second Hand kaufen, was immer schon Teil meiner Garderobe war wie diese lila Rüschenbluse von Boss mit schwarzem Bleistiftrock auch schön zeigt. 

Bestes Beispiel ist auch Eine niederländische Bloggerfreundin Nancys Fashion Style, die eine Topfigur hat und modemäßig richtig mutig unterwegs ist. 

Nancy stand dem Vintage-Shopping lange sehr skeptisch gegenüber., stand dem 2nd Hand shoppen lange Zeit sehr skeptisch gegenüber.

Ihre Einwände? Vorher getragen, die Frage der Hygiene, etc pp. Was soll ich sagen?

Nancy hat es gewagt, war Vintage shoppen und ist nun restlos begeistert!

 

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II. KLEIDERTAUSCH RAUSCH

Kleidertausch. Jawoll. Von den genialen Kleidertauschparties habe ich euch vor allem auf Instagram schon öfters berichtet.

Ich bin in einer WhatsApp Gruppe mit Frauen in Frankfurt los verbunden.

Zweimal im Jahr stellt eine ihre Bude zur Verfügung. Bügel, Kleiderständer, Pullis werden auf dem Esszimmertisch verteilt. Alle bringen was zu futtern mit.

Kleidertauschen macht Spaß und schont den eigenen Geldbeutel.

Ein Riesenspaß, denn überlegt doch mal: Wer hat heutzutage noch richtig alte Klamotten im Schrank?

Die meisten von uns lieben den Kleidertausch, weil wir so viel kaum getragene Sachen noch in gute Hände abgeben können.

 

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Wer war nicht schon mal scharf auf die Hose der Freundin, die sie endlich loswerden will?

Einfach den Bekanntenkreis statt wie früher zur Tupperparty nun zur Kleidertauschparty selbst einladen: Was ich auf meiner 1. Kleidertauschparty erlebte.

 

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III. KLEIDERBIBLIOTHEKEN GRÜNDEN

Kleiderbibliotheken gründen; So kann man bei Filippa Ka über „creative Wardrobe“ Kleidung leihen. (Keine Werbung, sondern redaktionelle Information.)

 

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Außerdem habe ich mich mal umgehört, was meine Mode-Kolleginnen tun, um nachhaltig Kleidung zu shoppen oder das Einkaufen zu vermeiden.
IV. UMNÄHEN, KAUFENTSCHEIDUNG HINTERFRAGEN

Bianca von Stilfrage etwa näht Hemden ihres Mannes in schicke Tops für sich selbst um, um sich nachhaltiger zu verhalten.

Isabella rät dazu, sich vor einem Kauf selbst zu fragen, ob man das wirklich braucht.

Sind wir mal ehrlich, meistens eher nicht.

Wie kann ich also nachhaltiger Kleidung shoppen?

(Und dabei auch noch die Umwelt schützen.)

Slow-Fashion, Eco-Fair Clothing und nachhaltige Kleidung: Diese Begriffe begegnen uns in der Modewelt immer häufiger. Sie stehen für ökologisch und unter fairen Bedingungen hergestellte, bestenfalls biologisch abbaubare Kleidungsstücke.

Auch Second-Hand-Fashion und Kleidertausch-Systeme fallen darunter.

 

Welche Labels sind nachhaltig? LINK ZUR LISTE!!!

Immer mehr Modelabels führen jetzt Linien aus fairer und nachhaltiger Fertigung – alle mit einem Ziel: Die Produktionsketten kürzer, Mode gerechter und Trends für unsere Umwelt weniger schädlich zu machen. Lest dazu auch meinen Post: Kann Fair Fashion Spaß machen? Klickt auf den Link für eine Liste nachhaltiger Labels

Spätestens seit Umweltaktivistin Greta Thunberg am Anfang des Jahres Schüler in ganz Europa zum Streik für eine konsequente Klimapolitik aufgerufen hat, steht fest: Unser Lebensstil muss nachhaltiger werden.

Immer mehr Modeketten machen es jetzt vor: H&M setzt mit seiner Conscious Collection auf Naturmaterialien, Closed engagiert sich schon lange für umweltfreundliche Herstellungsprozesse wie zum Beispiel mit ihrer Eco-Denim Linie „A Better Blue“ und auch Multi-Brand Stores wie About You.

 

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Wer sich neue Kleidung kaufen möchte, kann in den nachhaltigen Kollektionen der großen Modehäuser stöbern und beim Kauf darauf achten, zeitlose Styles zu wählen.

Je länger du die Kleidungsstücke anziehst, desto eher lohnt sich der Kauf eines neuen Teils – und desto weniger Müll produzierst du mit deiner alten Kleidung.

Die Modewelt kommt uns da entgegen: Oft wiederholen sich Trends Jahr für Jahr und Basics wie Jeans, einfarbiges T-Shirts oder Blusen kommen nie aus der Mode —> Basics shoppen. Und schöne Hingucker Second Hand besorgen.

 

 

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MEIN LOOK? 50 PROZENT VINTAGE

Mein heutiges Outfit besteht zur Hälfte aus Vintage Kleidung: Die Tasche ist gebraucht und die Bluse auch. Weil sie so einzigartig das angesagte Animalprint-Muster interpretiert, erhöht sie den Stilfaktor maximal.

So ein Kleidungsstück macht viel mehr Spaß als eine Leobluse von einer großen Kette zu tragen, die alle haben.

 

Hat nachhaltige Mode eine Zukunft? Welche Labels gibt es?

Apropos Nachhaltige und vegane Mode: Alles rund um das Thema findet ihr zum Weiterlesen auf meinem PINTEREST BOARD Vegan Fashion Style.

Darf ich jetzt Mode nicht mehr lieben? Kompletter Quatsch! Denn „Mode soll bestenfalls Spaß machen,“ sagt die Moderedakteurin der F.A.Z., Jennifer Wiebking, die ich nach ihrer Einschätzung zu Fair Fashion befragt habe:

„Mode ist eigentlich das genaue Gegenteil von fair, nämlich unvernünftig.

Aber es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass Bio-Mode trotzdem eine Chance haben könnte, schließlich ändert sich gerade überhaupt die Wertschätzung für Bio-Ware. Man sieht es nicht nur am Essen, sondern auch schon an der Kosmetik sehr deutlich.

Zumindest in einer Nische wächst der Markt für Bio-Kosmetik. In einer Nische könnte also auch Bio-Mode auf diese Weise langfristig Erfolg haben.“

 

Habt ihr noch weitere Idee, wie ich nachhaltig Kleidung shoppen kann? Welche Labels kennt ihr? Meerblaue Grüße

 

-Sabina

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  1. Hallo Sabina,
    nachhaltig shoppen fängt bei mir damit an, dass ich in der Stadt einkaufe und mir so gut wie nix bestelle. Da fallen dann schon mal die Paketdienste und Retouren weg.
    Außerdem trage ich meine Kleidung wirklich lange. Ich wäre froh, wenn ich das ein oder andere Label wüsste, das nachhaltig produziert und mir gefällt.
    Außerdem versuche ich, mehr in ortsansässigen Geschäften zu kaufen (also inhabergeführte). Und ab und an gehe ich zu oxfam und kaufe dort bzw. gebe meine Kleidung oder Schuhe dort ab.
    VIele Grüße
    Claudia

    1. Also ich habe es wohl nicht so deutlich geschrieben, aber in dem Link über Fair Fashion ist eine stattliche Liste mit Labels. Zu Oxfam gehe ich nicht mehr, weil ich mich einfach schlecht behandelt fühle. Darauf habe ich keine Lust. Und das geht anderen auch so. Aber es gibt ja eine Menge anderer Second Hand Läden, die Kleidung annehmen. Wünsche dir eine schöne Woche und liebe Grüße von Sabina

  2. What a lovely surprise on a Sunday morning! Thank you! But it s true, I love vintage clothing now! I also was bored with buying new ones! The Idea of a swap sounds fantastic!

  3. Super hilfreiche Ideen! In Wuppertal ist es mit Second Hands Shop so überschaubar, aber meistens finde ich selten Etwas. Kleidertausch hört sich wirklich sehr spannend an, und sicherlich gibt es da auch herzlich viel zu lachen. Ich stöber auch liebend gerne in Flohmärkten, meistens veranstaltet die Universität in Wuppertal häufiger sowaszum Beispiel, zum Nachteil meines Mannes, der gerne mitgeschleppt wird.

    1. Das freut mich total liebe Petra! Ja, es ist ganz fabelhaft, was wir dann so zusammen anziehen und die tollsten Kombis sind dabei schon herausgekommen. Quatschen in der Küche kömmt natürlich auch nicht zu kurz. Das letzte Mal hatte ich einen Platz neben dem Spiegel ergattert. Das fragte dann jede Dame nach meiner Meinung zum Look. Wir hatten so eine unglaubliche Menge Spaß. Wenn du das mal machst, erzähl gern mal wie es lief. LG Sabina

  4. Liebe Sabina,
    ein super wichtiges Thema und danke dir dafür, dass Du informierst. Unabhängig vom nachhaltigen Shoppen, geht es darum vorhandene Kleidungsstücke zu pimpen und somit wieder „Stylefähig“ zu machen. Es können dadurch neuen Trends entstehen. Und meiner Meinung nach, hat jeder Kleiderschrank etwas tolles zu bieten.
    Ganz liebe Grüße aus München – und danke Dir fürs Teilen – sendet Dir
    Bianca von stilfrage

    1. Liebe Bianca, ich danke DIR für deinen freundlichen Kommentar. Deine Idee finde ich sehr sympathisch, weil unsere Kleidung ja so ofrt noch so ungetragen ist. Sowas unterstütze ich sehr gern! Ich freue mich auf weiteren Austausch mit dir. Liebe Grüße von Sabina

  5. Ah, okay, das mit der Liste und den Links habe ich tatsächlich übersehen. Ich hatte es gestern morgen etwas eilig, wir sind in den Taunus gefahren und mussten uns beeilen. Auf dem Rückweg haben wir ganz in der Ferne riesige dunkle Gewitterwolken über Frankfurt gesehen. Habt ihr etwas abbekommen?
    Schade, dass du so schlechte Erfahrungen mit oxfam gemacht hast. Kann ich verstehen, dass du dann keine Lust mehr hast, dorthin zu gehen.
    Ich habe übrigens ein T-Shirt von armedangels an, wusste gar nicht, dass das fair produziert ist.
    LG 🙂

    1. Ach, dann war es hoffentlich schön im Taunus?
      Wir in Frankfurt haben vom Gewitter kaum etwas gemerkt, außer dass in der Zeitungsdruckerei der Blitz eingeschlagen hat und der Flughafen sowie die Bahn Probleme hatten. Ich wohne in so einer Art Niemandsland, was das Wetter angeht. Hier in unseren Straßen kommt kaum je etwas an…Ja, von Armed Angels habe ich auch einiges. Das wusste ich vorher auch nicht. Erst als ich anfing zu recherchieren für Fair Fashion bin ich darauf gestoßen. Umso besser, nicht wahr?
      Hattet ihr einen schönen Ausflug?

      Liebe Grüße von Sabina

  6. 🙂 Liebe Sabina,
    ich trage meine Kleidung sehr lange. Es gibt wenige Stücke, die nur selten getragen im Schrank verbleiben. Zum Glück gibt’s nicht so viele Fehlkäufe. Da ich momentan am „ausmisten“ bin, habe ich alles in die Reinigung getragen und nun werde ich mich von einigen wenigen Sachen trennen. Secondhand gefällt mir. Dabei kaufe ich eher Taschen und Accessoires gebraucht. Bei Kleidung bin ich erst selten fündig geworden.
    Schöne Woche und liebe Grüße
    Claudia 🙂

    1. Ja, das stimmt liebe Claudia. Secondhand ist leichter für Accessoires. Aber Einzelstücke müssen dann ja auch noch die richtige Größe haben, während Taschen halt immer passen 🙂 In deinem Kleiderschrank möchten, glaube ich, viele Frauen gerne stöbern. Gutes Gelingen für die Verkäufe und ganz liebe Grüße! Sabina