Ü50 – Warum das Alter nicht nur eine Zahl ist

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Age ist just a number, ist ein beliebter Spruch, wenn es um Frauen und Älter werden geht. Tatsächlich will ich aber heute mal loswerden, warum das Alter ü50 nicht nur eine Zahl ist.

Der Spruch klingt zwar gut. Das Alter ist doch nur eine Zahl, klingt fortschrittlich, nach dem Motto: Pah, da steh ich drüber. Ich habe es überwunden, mir um mein Alter Gedanken zu machen.

Gratuliere, rufe ich euch zu, ihr alle, die ihr da draußen, mit dem eingerahmten Sprüchlein überm Bettchen schlummert.

Ü50-warum das Alter nicht nur eine Zahl ist, muss ich heute mal loswerden. Und ich bin gespannt, wie ihr das seht. Und was ihr zu meinen Kombinationsideen für die trendy Longweste sagt, die doch als neuer „ugly“ Trend gilt.

 

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Ü50 ist das Alter ist leider nicht mehr nur eine Nummer im Kalender. Sondern vor allem auch eine Realität.

Nehmt nur mal das heutige Outfit etwa. Ich habe sehr lange überlegt, wie ich das Thema Älterwerden von Frauen Ü50 bebildere.

Schließlich stieß ich auf meinen aktuellen Look mit der Longweste, den ich euch eigentlich als Ausblick auf den Sommer 2020 präsentieren wollte.

Doch dann fand ich, das Outfit passt prima, um über das Alter zu sprechen: Kurz! Ü50! Haarband! Und was ist mit den Beinen? Kann sie die noch zeigen? Sind da Falten? Um nur ein paar Lästereien mal kurz und knapp zusammenzufassen.

Scheinbare Komplimente

Ja, du kannst das so kurz IN DEINEM ALTER noch tragen. Ich finde, das vermeintliche Kompliment ist keins.

Es ist gar nicht nett. Weil es mein Alter zum Maßstab macht. Und das ist nicht okay!

Denn: Das Alter ist nur eine Zahl.

 

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#FridaysforFemalesover50

Der Spruch ist wirklich befreiend. Weil es nur eine Zahl ist.

Welche Bedeutung sie hat, bestimme ich. Genau wie die Zahl auf der Waage nichts Absolutes hat, solange sie nicht meine Gesundheit bedroht.

Genauso wenig lasse ich mich nicht durch meine Alter in eine Rolle oder Norm von außen drängen.

Um diese Tendenzen zu widersprechen, ist die Aussage: Age is just a number“ ein mächtiges Tool.

Mit dem Bloggen angefangen habe ich 2007, um selbst das Bild von erwachsenen Frauen in der Öffentlichkeit mitzubestimmen.

Frauen meines Alters sind erwachsen, haben etwas zu sagen und sind digital versiert. Wenn mein Blog Frauen ermutigt, sich zu zeigen, bin ich happy.

Mein Blogmotto lautet ja: #MeerModeMut. Gerade neu ausgedacht habe ich mir den Hashtag „Fridaysforfemalesover50″ (infashion).

Mit dem Ziel, mehr Sichtbarkeit für Frauen Ü50 zu erreichen.

 

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Dem Alter keine Bedeutung zuzuweisen ist ein mächtiges Tool, um sich als Frau Ü40 oder Ü50 oder älter gegen Diskriminierung zu wehren.

Wir erwachsenen Frauen sind (welt-)erfahren, digital sehr affin und offen für Neues.

Kürzlich las ich auf Facebook den Beitrag einer amerikanischen Freundin, die sich dagegen wehrte, dass eine Bloggerin Ü50 als „Grandma“ bezeichnet würde.

Als wäre es das einzige, was sie definieren würde.

Ich setze mich ja auch nicht hin und sage zu einem 17-Jährigen: „Das Baby macht jetzt einen auf Youtuber.“

Darin steckt in meinen Augen sehr viel Herablassung. Genau wie in dem vermeintlichen Kompliment oben. „(In deinem Alter….“)

 

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Ü50: Warum das Alter nicht nur eine Zahl ist

Age is just a number. Ja, aber…..

Das Alter ist nicht nur eine Zahl. Sondern auch eine Realität. Die Kehrseite der Medaille zeigt sich vor allem physisch.

Ich will jetzt gar nicht mit den Symptomen der Menopause sprechen, die ich in einem eigenen Post schon mal diskutiert hatte. (LINK)

Sei es, dass Verletzungen langsamer heilen, das Bindegewebe erschlafft oder ich nach einer langen Nacht, gefühlt zwei Wochen lang erschlagen und müde abends auf dem Sofa jammere. 🙂

Schon Fünfzig zu sein, hat aber auch unglaublich sagenhaft schöne Seiten, über die ich im Post „Die schönen Seiten des Älterwerdens“ gesprochen habe.

 

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Und sei es nur die Erfahrung, die Fähigkeit, mit mir selbst viel nachsichtiger umzugehen als in den 30ern.

Sei es, dass ich nun ernte, was ich mir in den Jahren zuvor erarbeitet habe. Und allein die Tatsache, älter werden zu dürfen!

Die beste Zeit ist jetzt. Mit der tollen Lebenserfahrung, die Lust aufs Leben macht, die Realität genießen zu können. Auch, wenn morgens nach dem Aufwachen die Hüfte zwickt;-)

 

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Sind Westen der nächste „ugly“ Trend?

Westen tragen war etwa so wie früher als Kind keinen Spinat zu mögen. Niemals hätte ich eine Weste auf meinen Shoppingzettel notiert.

Vor ein paar Jahren sandte mir ein Mode-Ausstatter eine Longweste zu, die ich postwendend zurückschickte. Westen und ich, das passte kaum zusammen.

Mein Gesicht spricht Bände und ist ein sehr schönes Beispiel wie eine Longweste NICHT getragen sein will!!!!

Es sei denn, sie war ein bißchen edgy im Tarnlook zum Faltenrock. Doch auch jene habe ich mittlerweile beim Mädchenflohmarkt verkauft.

Diese neue Longweste erinnert mich als Zweireiher mit Taillengürtel sehr an die 60er und 70er Jahre. Gebe es noch eine Hose dazu, wäre der Look für mich perfekt mit ein paar Plateausandalen. Es gab aber keine. So probiere ich es demnächst mit einer anderen Hose im Vanille-Ton.

Beim Shooting trug ich schwarzen Shorts darunter.

 

 

 

affiliate link

 

Obwohl kein großer Fan von Meghan Markle, gibt es Outfits, die mich inspirieren.

Outfits wie die Longweste etwa, die sie auf einem offiziellen Termin trug (die Variante in Puder oben in den Affiliate Links von Vero Moda kommt dem sehr nahe).

Ich war hin und weg. Und das mir! Die immer verständnislos mit dem Kopf geschüttelt hat, wenn andere Frauen diese ärmellosen Dinger trugen.

Auf eine Art habe ich Westen immer schon geliebt: Wenn Herren sie tragen. Vor allem mein Insta-Husband, der aber meint, unter der den Dingern werde es mann mächtig warm 😉

 

3 Wege, die wunderschönen Longwesten modern und stylish zu kombinieren

Besonders Kate Moss mit ihren wie ich fand, sehr männlichen Styling einer Herrenweste und einem dünnen Schal schreckte mich ab, dieses Kleidungsstück in meine Garderobe zu integrieren.

„Jamais“, rief ich und griff ein bißchen theatralisch mir ans Herz!

Nun wie ihr seht: ich bin bekehrt.

Trenchcoat Vibes bei zweireihigen Westen

Das hat zum einen tatsächlich mit MM und der besagten Longweste zu tun, die mich sehr an einen feinen Trenchcoat erinnerte, dem man die Ärmel abmontiert hatte.

Trenchcoat! Ja bitte!

Was ist daran „ugly“ trend? Westen gelten als „nicht leicht zu stylen“, findet zumindest die englische Website „WhoWhatWear“.

Aber die Weste 4.0.? Trägt frau am besten mit passender Hose!

Super elegant und doch lässig, wirkt das Ganze gleich sehr angezogen. Ohne Hose wandelt eine Longweste sich zum ein Kleid.

 

 

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Longweste statt Blazer

Kein Rock n Roll mehr für das gute Stück. Stattdessen: Ladylike!

Erstens wirkt der Look mit einer bauschigen Bluse super modern und feminin.

Zweitens bin ich ganz verrückt nach dem Look von Longweste und Hose, die Stilikone Olivia Palermo schon 2016 zeigte. – Auf PINTEREST habe ich ihr Outfit und unendlich viel mehr Inspiration entdeckt!

Drittens: Die Longweste als Kleid oder offen über Top und Hose tragen!

Darum: Geniale ergänzt die Longweste nun den Kleiderschrank.

Weil sie sich wie ein offener Mantel nutzen oder wie ein Kleid tragen lässt und so eine feine Alternative zum Blazer ist.

 

 

Was haltet ihr von Longwesten? Habt ihr gar eine im Schrank? Meerblaue Grüße

 

-Sabina

 

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    1. Haha, we would have been totally on the same page literally until like yesterday. Or ever since I found those Uber stylish babies :))) Kusjie, Sabina

    1. Das mit dem Kommentar kenne ich nur zu gut liebe Tina. Und das Internet nervt manchmal…lach….Lieben Dank für dein freundliches Kompliment. Und wünsche dir ein wunderschönes Wochenende. LG Sabina

  1. Der Vergleich mit dem Teenager und Baby, Sabina ich kann nicht mehr, bringt das super zum Ausdruck! Ich würde mich auch nicht geschmeichelt fühlen, wenn jemand zu mir meint: Für dein Alter, steht es Dir noch sehr gut..kann ja gut gemeint sein, aber schmeichelnd ist für mich auch etwas anderes. ..
    Die Langweste kannste absolut tragen. Sehr chick und schmeichelt Dir! Für mich wäre das jedoch nichts, da bleibe ich beim Longblazer.

    1. Ja, manche ignorieren das und mögen denken, darüber muss ich mich nicht aufregen. Regt mich nicht auf. Aber ich mag es auch nicht totschweigen. Ach, du hast tatsächlich Longblazer? Trägst du die auch mit Gürtel? LG Sabina

  2. 🙂 Nein, liebe Sabina,
    ich habe keine Longweste im Schrank. Keine Ahnung, ob ich mir je eine kaufen werde. Lange Strickjacken hingegen schon. Daran kann ich mich so schön einkuscheln, egal, ob ich ü50 oder u60 bin 😀
    Liebe Grüße
    Claudia 🙂

    1. Einkuscheljacken liebe ich auch. Aber eine Weste hat doch einen überraschenden Appeal für einen Look. Ich war sehr erstaunt und entzückt. Danke fürs Vorbeischauen. Es ist mir immer eine Freude, dich zu lesen liebe Claudia! Fühl dich gedrückt. Sabina

  3. Jedes Ding hat zwei Seiten. Natürlich mag ich den körperlichen „Verfall“ am Altern nicht. Das lässt sich nun mal nicht von der Hand weisen. Blöde Sprüche mag ich noch weniger. Ich finde, unsere Generation macht sich zu viele Gedanken darüber, anstatt das Leben zu genießen!

    Die Longweste finde ich klasse. Ich habe eine in Schwarz.

    Liebe Grüße Sabine

    1. Liebe Sabine, Mensch ja ich erinnere mich an deine schwarze Weste! Die ist auch so schön. Das mit den zwei Seiten gefällt mir gut! LG Sabina

  4. Liebe Sabina,
    ich habe keine modischen Longwesten im Schrank, nur sportliche Outdoorwesten; Du siehst toll aus, mega Beine, schlank und rank und sportlich! Ich bin zu kurvig für diesen Trend; das mit dem, Alter, das sehe ich wie Du; ein Kompliment ist das wahrlich nicht, Dein Blog und Dein Aufruf zu „Meer Mode Mut“ stimmen mich optimistisch und fröhlich; denn auch mit über 50 und schon fast 60 möchte ich als Frau nicht unsichtbar sein; danke für Deine, auf den Punkt gebrachten Texte!!!
    ganz liebe Grüße aus dem regnerischen Salzburg
    Gabriele

    1. Liebe Gabi, wenn dich mein Motto optimistisch stimmt, dann muss ich sagen, motiviert mich dein Kommentar! Das du dich davon angesprochen fühlst, ehrt mich sehr. Sportliche Outdoorfwesten düfen in meinem Schrank als Nordseeurlauberin nicht fehlen. 🙂 Ich grüße dich ganz herzliche und sende dir liebe Grüße in dein wunderschönes Salzburg aus Frankfurt. Sabina