ein lauer abend in kimono blazer und roter hose

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Neulich Abend waren wir eingeladen. In die Alte Oper in Frankfurt auf einen Firmenevent. Wisst ihr, eine von den Einladungen, die ohne Angabe eines Dresscodes eintrudeln. Und im Kopf sofort die Frage aufschrillen lassen: „Was? Ziehe? Ich? An?“ Kleid, Hose? Schwarz? Rot? Einen Mantel? Einen Blazer? Schick? Und wenn schick, wie schick? Und wie kombiniere ich überhaupt meine Kimonojacke im Schrank abendtauglich?

Ihr könnt ja sagen, was ihr wollt: Aber die Beliebigkeit im Dresscode, die uns alltags tatsächlich oft das Leben erleichtert, hilft mir bei offiziellen Anlässen, wenn ich vor allem sicher auftreten will, gar kein bißchen.

Vor allem, wenn solche Abende auch nicht beruflich veranlasst sind. Oder möchtet ihr in den Saal treten und allen Anwesenden ziehen erstaunt die Augenbrauen in die Höhe? Chef gar? Seht ihr!

Vor ein paar lauen Abenden hatte ich also das Vergnügen in der Alten Oper in Frankfurt inklusive klassischem Konzert mit einem DER derzeit weltbesten Dirigenten, wie ich mir anschließend habe sagen lassen, zu verbringen. Mahlers 9. spielte das Londoner Symphonie Orchester unter der Leitung des Dirigenten Sir Simon Rattle sowie ein neues Werk der englischen KomponistIN Helen Grime, was mir gut gefiel!

Vorher nutzen moi und mein Instagram-Husband für ein paar Foots, weil wir nicht als erste am Buffet aufschlagen wollten. Der Abend war lau und ein leichter Wind wehte. Da war ich für die Jacke sehr dankbar. Aber, warum Jacke und kein klassischer Blazer?

 

 

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Kimonojacke statt klassischer Blazer

Für die Kimonojacke habe ich mich anstelle einer klassischen Anzugjacke entschieden, weil nur eine in Rot so einen richtig tollen Hosenanzug daraus gemacht hätte. Allerdings wollte ich dem Outfit eine leicht festliche Note verleihen und nicht in einem Ensemble aus Blazer und Hose auftauchen, das ich genauso gut zu einem Meeting mit einem Kunden als auch im Büro hätte tragen können.

Schließlich soll ja ein bißchen lockere Stimmung am Abend aufkommen.

Okay denkt ihr, kann ich nachvollziehen. Aber warum überhaupt kein Kleid? Schließlich war es doch die Oper!

 

Hose statt Kleid

Mit meiner Hose war ich tatsächlich in der Minderheit, was jetzt soooo schlecht nicht ist, weil eine rote Hose ja heraussticht. „Wer war noch mal die Modebloggerin?“ „Ach, die in der roten Hose.“ Ersetzt Modebloggerin durch euren eigenen Job und schon scheint die Hose verlockend, oder nicht?  Mit Rot fällt man eher auf und bleibt damit möglicherweise eher in Erinnerung ohne unangenehm aufgefallen zu sein. Es sei denn, jemand verputzt das ganze Dessert 🙂 Das ist gar nicht so witzig, denn das Essen war wirklich sehr lecker.

 

Ja, aber ein rotes Kleid wäre dann doch die bessere Entscheidung gewesen? Diese gute Frage habe ich mir natürlich gestellt, denn ein solches Kleid hängt bei mir im Schrank und hat mich bei Deichmann in Hamburg schon sicher über den roten Teppich geleitet.

 

 

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Hose statt Kleid hat aber auch seine Vorteile, weil der Anlass ja nicht ein Besuch in der Oper war, sondern das berufliche Get-Together. Dafür fand ich eine Hose passender.

Die rote Hose gehört zu jenen Käufen, für die ich mich jedes Mal aufs Neue beglückwünsche, weil sie so vielseitig ist und ich ihren festen Stoff liebe. Für meine Kurse trage ich sie am allerliebsten mit einem roten Streifenhemd, Sneakers, Slingbacks oder den angesagten Slidern im japanischen Stil.

Die Kimonojacke ist genau mein Ding, weil er so locker und durch den Taillengürtel elegant fällt. Die Schnürung verleiht ihm eine elegante Note. Eine Skinny Jeans kann ich zu einem Kimonojacke genauso gut kombinieren wie mit einer asiatisch-weiten Hose oder einer gerade geschnitten Jersey Hose. Außerdem ist so eine Kimonojacke eine super Alternative zum klassischen Blazer. Neben Blouson und Lederjacke.

 


Noch ein Wort zur Location: Der Frankfurter Opernplatz gilt als einer der schönsten Plätze in der Stadt – zurecht, wenn ihr mich fragt. Hier ist noch etwas von der Schönheit der Stadt zu erahnen, von den Häusern aus der Gründerzeit, die Pariser Flair aufkommen lassen. Was ja auch so beabsichtig war von den Erbauern.

 

 

 

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Abend Einladung: Oder die Sache mit dem Small Talk

Worüber rede ich auf so einem Abend mit den Leuten, frage ich mich immer. Und wie komme ich überhaupt mit denen ins Gespräch?  In den USA reden Fremde einfach drauflos. In Portugal an der Bushaltestelle im letzten Kaff plapperte eine ältere Dame so lange mit uns (meinem Mann, der all seine tollen Sprachkenntnisse anwenden konnte:)) bis der Bus -natürlich verspätet -eintraf.

Wir Deutschen sind ja für vieles bekannt, aber nicht unbedingt dafür, im Small Talk zu brillieren. Nein, dazu lassen wir uns nicht herab. Wir sind schließlich das Land der Dichter und Denker. Wir! Denken!. Hier wird nicht geplappert. In Frankfurt vielleicht schon mal mehr als in Norddeutschland und in Bayern flutschen die Worte auch besser.

Worüber rede ich also am liebsten? Urlaub. Wer redet nicht gern darüber? Urlaubsziele, vergangene, zukünftige. Oder Hobbys wie Langlauf und Marathon. Marathon, mögt ihr denken. Ja, die Herrschaften an unseren Stehtisch tauschten sich „Fachmännisch“ darüber aus. Wobei der eine eher monologisierte. Eigentlich hätte ich sie nach dem Dessert gefragt, um so ins Gespräch zu kommen. Aber da war gar kein Durchkommen oder Blickkontakt. Dann ist eine freundliche Verabschiedung alsbald geboten.

 

 

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Lässig oder beliebig?

Ich weiß ja nicht, wie ihr darüber denkt. Aber manchmal nimmt mir die Lässigkeit überhand. Wenn wir alle nur noch damit beschäftigt sind, Regeln zu brechen, dann bleiben Verlässlichkeit, Rücksicht und Berechenbarkeit auf der Strecke.

Achtung Wortspiel: Chanel verkauft Mode, aber keinen Stil

In Frankfurt fahre ich nur noch ungern Auto, weil  viele rote Ampeln oder Einbahnstraßenschilder nur noch als „Empfehlung“ verstehen. Damit geht ja Verlässlichkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum perdu, dafür steigt die Unberechenbarkeit. Aber in die Kreuzung reinzufahren ist nicht unglaublich lässig.

Genauso wenig ist es cool, wenn Leute mit ihren hochpreisigen Karossen gern den Opernplatz zuparken. Weil das nahegelege Parkhaus voll ist, ist doch den Herrschaften nicht zuzumuten, weiter weg zu parken. Wir sind ja nicht Kreti & Pleti.

Dummerweise ist das nicht lässig, sondern einfach nur schlechter Stil. Um den Kreis zu schließen: Stil und gutes Benehmen lassen sich halt immer noch nicht bei Chanel, Gucci und Mercedes-Benz ershoppen 🙂

 

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Eine kleine schwarze Tasche

Kleine Taschen besitze ich mittlerweile eine ganze Menge. Irgendwie haben die so einen liebenswerten Charme. Ob Schwarz, Rot oder Weiß. Für jenen Abend habe ich mal wieder nach der Schwarzen gegriffen, die immer wieder schöne Erinnerungen an New York wachruft. Denn dort habe ich sie entdeckt. DKNY ist ja oft von Chanel „inspiriert“ 🙂

 

Was war sonst so?

Ihr seht, diese Woche war ordentlich etwas los bei mir, was verbloggt werden wollte. Unbedingt loswerden muss ich noch, wie sehr ich mich über eure anregenden Kommentare zu meinem „Mut-Postgefreut habe. Eure klugen und reifen Gedanken zu lesen, ist eine Bereichung.

 

Daher bereichert mich bitte auch heute am Sonntag gern mit euren Worten: Was tragt ihr gern zu halboffiziellen Anlässen? Mögt ihr Kimonos? Meerblaue Grüße

 

-Sabina

 

 

PS: Der Kimono Blazer eignet sich mit einer schwarzen Hose und blauer Bluse auch gut fürs Büro!

PS2: Wer wie ich eher weniger Hosenanzüge im Schrank hat (den einzig seriösen habe ich euch gerade auf Instagram wegen der #meetthebloggerde Challenge präsentiert.)

der kann ja auch zu Kombinationen greifen. Ein schwarzer Blazer mit Federn ist festlich, allerdings hätte ich die ausgestellte Jeans für den Abend zu wenig elegant gefunden. Der Post damals lautete daher auch „Party elegant“ mit Blazer, Jeans und T-Shirt.

 

Link-up: Visible Monday, Saturday Share, Nancys Fancy Friday, Tinas Pink Friday,

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  1. Du siehst toll aus Sabina, in Deiner roten Hose. Rot ist immer ein Statement, auch für die Oper. Ich wsr einmal auf einer Opernpremiere irgendwie overdressed. Geht nicht würde ich da sagen gerade wenn ich erste Reihe sitze ist Abendkleidung ein Muß! Na es waren viele Männer in Jeans da!
    Schönen Abend, liebe Grüße Tina

    1. Liebe Tina, ganz lieben Dank. Naja, dann hast du halt ein Statement gesetzt und die Herren haben vielleicht für das nächste Mal etwas gelernt. Aber es gibt ja so Vertreter, die tragen nie Krawatte. Aber gut, so hat halt jeder seinen Fimmel…hehe….Schönen Tag noch und LG Sabina

  2. Klasse siehst du aus. Die rote Hose war bestimmt die richtige Entscheidung. Und zum Rest: Smalltalk kann man lernen, selbst als Deutscher. Es gab Zeiten, kurz nach dem Studium, da konnte ich das partout nicht. Nach vielen Berufsjahren bin ich inzwischen Queen of Smalltalk. Joa, und die Sache mit der Lässigkeit – ich finde schon, dass es einen gravierenden Unterschied zwischen Lässigkeit und Rücksichtslosigkeit gibt. Und Menschen, die ihre glänzenden Karossen den Opernplatz zuparken würde ich mit hochgezogener Augenbraue fragen, ob sie sich tatsächlich immer noch keinen Fahrer leisten können 😉
    Liebe Grüße
    Fran

    1. Vielen herzlichen Dank. Ja, es gibt halt nur Menschen, die scheinen das zu verwechseln. *Lach* Gut, dann wenn mir die Small Talk Themen ausgehen, dann weiß ich ja, wen ich anzapfe 🙂 Schönen Tag noch und LG Sabina

  3. Das Outfit gefällt mir richtig gut. Im Zweifelsfall entscheide ich mich immer für eine Hose. Fürs Theater darf es gerne schick sein. Also nie in Jeans und T-Shirt. Fran hat recht. Smalltalk kann man lernen 🙂

    Liebe Grüße Sabine

    1. Ja, Small Talk ist vor allem eine Frage der Übung muss ich immer wieder feststellen. Es gibt auch Tage, da mag ich keinen Mucks von mir geben. Bin also weder eine notorische Vielrednerin noch eine permanente Schweigerin. …LG zu dir. Sabina

    1. Liebe Sabine, ein Kompliment von dir freut mich immer ganz besonders. Es sollte halt etwas formell, aber nicht zu sehr sein. Hab noch einen schönen Tag und sei lieb gegrüßt! Sabina

    1. This is the sort of music you would appreciate Patti. I knew you would. Glad you like it and thanks for stopping by. xo Sabina